Was ist Thai Massage

Die Geschichte und Entstehung der Thai Massage (Nuad Phaen Boran = Uralte heilsame Berührung) besteht aus drei verschiedenen Theorien über die sich selbst Historiker und Gelehrte im Unklaren sind. Nicht von der Hand zu weisen sind jedoch die Vermutungen, dass sich ein grosser Teil des Wissens mit dem frühen Buddhismus von Indien her ausbreitete und sich dann wohl mit lokalen Massage Techniken (sicher auch aus dem chinesischen Raum) vermischten.

Grundlegend besteht Thai Massage aus passiven, dem Yoga entnommenen Streckpositionen und Dehnbewegungen, Gelenkmobilisation und Druckpunktmassagen. Sie findet bekleidet auf einer Bodenmatte statt und kann bis 2 ½ Stunden dauern. 10 aus 72,000 ausgewählten Energielinien (Siehe unter: Sen Sib), die nach Ayurvedischer Lehre den gesamten Körper als energetisches Netz durchziehen, werden über sanfte Dehnungen und mit dem rhythmischen Druck von Daumen, Handballen, Ellbogen, Unterarm, Knien und Füssen bearbeitet. Über diese Energielinien, auf denen die so genannten Marma Punkte (Energiepunkte – im japanischen Shiatsu Akupressur) liegen, wird der Mensch nach Ayurvedischer Lehre mit Prana (Lebensenergie) versorgt. Prana kann dem Körper über die Atmung zugeführt werden. Durch die Dehnpositionen und intensive Druckmassage der Thai Massage verbraucht die Muskulatur Sauerstoff und regt uns an tiefer zu atmen, was die Entspannung und Regeneration fördert. Der Druck auf bestimmte Marma Punkte und Energielinien korrespondiert mit der Linderung folgender körperlicher Leiden:

Kopf-, Nacken-, Schulter-, Rückenschmerzen/-verspannungen, Ohrensausen, Übelkeit, Verstopfung, Durchfall, Durchblutungs-, Schlafstörungen, Arm-, Bein-, Knieschmerzen/-verspannungen, Husten, Schock usw. (Siehe bitte auch unter: Kontraindikationen!)

Aus schulmedizinischer Sicht regen Druckpunkte die Blutzirkulation an. In der Dehnung kann die Muskulatur entspannen wobei Yogapositionen das Skelettomuskuläre System und somit die Körperhaltung positiv beeinflussen. Twists, Bewegungen und Streckungen der Wirbelsäule können durch Zug intensiviert werden und haben einen Effekt auf die körperliche Beweglichkeit. Positionen, in denen die Beine angehoben sind, fördern die Durchblutung und den Lymphfluss. Die Rotation der Gelenke trägt zur Produktion von Synovialflüssigkeit und damit zu körperlicher Geschmeidigkeit bei. In der Tiefenentspannung wird der Parasympathikus* aktiviert, die inneren Organe somit vermehrt durchblutet und der Stoffwechsel angeregt. Achtsame Berührung löst körperliches Wohlbefinden aus und Hebetechniken können zu einem Gefühl der Geborgenheit führen. (Siehe auch unter: Trad. Thai Medizin)

*Parasympathikus = Eine der drei Komponenten des vegetativen Nervensystems. Wird auch als „Ruhenerv“ bezeichnet, da er dem Stoffwechsel, der Regeneration und dem Aufbau körpereigener Reserven dient. Er sorgt für Ruhe, Schonung und Erholung. Das vegetative Nervensystem kontrolliert die meisten inneren Organe und den Kreislauf.

Wichtig!

Der Empfänger sollte nach einer schweren Mahlzeit
mindestens eine Stunde mit der Massage warten!